Bei dem von den Nationalsozialisten organisierten Pogrom am 9. November 1938 wurden nicht nur jüdische Privathäuser, sondern auch die Synagoge angegriffen. Wie vielerorts wehrten sich die Nachbarn wegen der engen Bebauung gegen Brandlegung, deshalb wurde mithilfe eines Lastwagens und eines Stahlkabels die Traufseite des Gebäudes eingerissen.
Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Dr. Lawaczeck schrieb dem letzten Gemeindevorsteher am 12. 12. 1938: „Ich fordere Sie hiermit auf, sofort mit den Aufräumungsarbeiten der Synagoge beginnen zu lassen. Zur Vollendung der Arbeiten setze ich Ihnen eine Frist bis zum 31. ds. Mts. Es besteht die Möglichkeit
den Bauschutt bei dem Sägewerksbesitzer August Schmidt anfahren zu lassen. Ich stelle Ihnen
anheim sich mit Schmidt in Verbindung zu setzen. Sollte die Arbeit bis zum 31. ds. Mts. Nicht
beendet sein, so werde ich ein Zwangsgeld in Höhe von 100,- RM gegen Sie festsetzen.“