RECHA OPPENHEIMER

Geburt18. Januar 1882, Camberg 
Ermordet15. Mai 1944, Auschwitz

Recha (Regina) Oppenheimer war die Tochter von Jachiel Oppenheimer

und die ledige Schwester von David Liebmanns Ehefrau Johanna. Sie arbetete als Hausangestellte und wohnte als Rentnerin zunächst in der Burgstraße, von wo sie in die Obertorstraße 11 untergebracht wurde.

Im Februar 1939 beantragte sie, wie durch die Reichsverordnung vorgesehen, den Vornamen Sarah, ihrem in Camberg geführten standesamtlichen Geburtsregister hinzuzufügen. (LINK) 

Im August 1942, als ihre Mitbewohner in der Obertorstraße 11, die Familie Löwenthal, (LINK) nach Frankfurt abtransportiert wurden, befand sie sich nach Darstellung des Polizeiwachtmeisters Mick bereits in einem jüdischen Krankenhaus, bzw. Altersheim in Frankfurt. Von dort wurde sie am 2. September 1942 nach Theresienstadt transportiert. 

Wie bei allen anderen Deportierten verfiel ihre geringe Rente als ehemalige Hausangestellte dem Staat. Sie war also völlig mittellos.

Ihre persönliche Habe wurde in der Obertorstraße an Camberger Bürger versteigert und erbrachten 355,55 Reichsmark.

Von Theresienstadt wurde sie am 15. Mai 1944 nach Auschwitz transportiert.