Das Ehepaar Bachenheimer
Siegfried Seligmann Bachenheimer
| Geburt | 08.03.1871, Holzhausen-Rauischholzhausen |
| Tod | 25.09.1942, Mauthausen |
Pauline Bachenheimer geb. Stern
| Geburt | 12.06.1869, Wolfhagen bei Kassel |
| Tod | 19. 08.1942, Frankfurt am Main |
Seligmann Bachenheimer begründete 1896 mit seinem Schwiegervater Markus Strauß ein Geschäft für Möbel, Schuhe, auch Fahrräder in der Limburger Straße. Der Firmenname blieb auch erhalten als Strauß ausschied.
Im ersten Weltkrieg erhielt er wegen Tapferkeit das EKII, verlor aber den linken Arm. In der Weimarer Zeit war er als Schatzmeister der jüdischen Gemeinde tätig.
Die Familie Bachenheimer war schon kurz nach der „Machtergreifung“ antijüdischen Gewalttaten ausgesetzt. Der Sohn aus erster Ehe, Walter Bachenheimer wurde zusammen geschlagen und in Schutzhaft genommen.
Die Maßnahmen der NS-Regierung zur Ausgrenzung der jüdischen Geschäftsleute führten zu der Situation, dass die Bachenheimers einen Teil ihres Anwesens an den Schreinermeister Jakob Peuser vermieten. Bachenheimer glaubte aber, dass der Bürgermeister Dr. Lawaczeck als Kriegskamerad ihn schützen würde. Jedoch bewahrte ihn weder seine Kriegsteilnahme und schwere Verwundung noch die militärische Auszeichung davor, am 20. Juli 1942 über Limburg nach Frankfurt transportiert zu werden. Paula Bachenheimer starb hier und wurde auf dem jüdischen Friedhof begraben. Seligmann Bachenheimer starb am 25. September 1942 im KZ Mauthausen-Oberdonau.