DANIEL LEVI

Geburt05.Feburar 1870, Sulzburg (Baden)
Todam 08.05.1945 für tot erklärt

Daniel Levi,in Sulzburg (Baden) als Sohn des Handelsmannes Salomon Levi und seiner Frau Jeanette Levi, geb. Kahn, geboren, heiratete am 23. Mai 1902 Mathilde Levi, geb. Cahn. Frau Levi starb am 6. Februar 1936 in Camberg und ist dort auf dem neuen jüdischen Friedhof bestattet. Ihr Sohn Albert wurde am 20. April 1908 in Camberg geboren, ihm gelang 1937 die Flucht in die Vereinigten Staaten.

Vor der Heirat lebte Daniel Levi in Frankfurt. Die Familie besaß ein Haus in Limburg, Fahrgasse 2, und ein zweistöckiges im Geburtsort der Ehefrau Camberg, Bahnhofstraße 12, wo Daniel Levi eine Ziegenhandlung betrieb. Eine Wohnung war vermietet. Die erheblichen Umsatzrückgang in Folge der Boykotte seit 1933 zwangen ihn sein Geschäft aufzugeben. 1937 verkaufte er seine Liegenschaft in Camberg an die Witwe Maria Hess.  Am 8. Mai 1940 verzog er verfolgungsbedingt in ein jüdisches Altersheim Hans-Handwerk-Straße 30 (heute Lange Straße) nach Frankfurt am Main.

Von dort wurde Daniel Levi am 18. August 1942 im Alter von 72 Jahren bei der siebten großen Deportation aus Frankfurt in das Durchgangslager und Ghetto Theresienstadt und von dort am 25. August 1942 nach Maly Trostenec (Vernichtungslager) nahe dem Ghetto Minsk verschleppt, wo er ermordet wurde.