Das Gebäude
Das im Jahr 1729 an der Stadtmauer erbaute Haus wurde von der kleinen jüdischen Gemeinde Cambergs, auf Druck der Bürgerschaft zum Ersatz eines zentraler gelegenen Gebäudes um 1780 gekauft und zum Gemeindehaus umgenutzt. Im Obergeschoss befand sich der Gebetsraum, im Erdgeschoss die Schulstube und das Frauenbad.
Die kostensparende Anlehnung des Hauses an die Stadtmauer wurde nach Wegnahme aller Veränderungen wieder offensichtlich. Es bot sich an, in dem Gebäude auch die ehemalige Stadtbefestigung anschaulich zu machen. Die Mauer wurde auf den Bruchsteinresten des Originals mit dem heute üblichen Baumaterial Beton – auch aus statischen Gründen – bis zur ursprünglichen Höhe wiederhergestellt und der Wehrgang begeh- und erlebbar gemacht. Die Stadtbefestigung als Ganzes wird in einer interaktiven Dokumentation dargestellt.